GehirnNoch mehr Tipps für ein gutes Gedächtnis

Fünf gerade sein lassen

Kennen Sie den Effekt? Sie üben und üben, zum Beispiel beim Sport, doch Ihre Fertigkeiten werden einfach nicht besser? Versuchen Sie es einfach zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal! Nach einer längeren Pause sind manche Dinge plötzlich leichter auszuführen als zuvor. Das gilt vor allem für körperliche Fähigkeiten aber auch für diese Situation: Ihnen liegt etwas auf der Zunge und es will Ihnen partout nicht einfallen? Einfach an etwas anderes denken.

Macht das Sinn?

Bestimmt können Sie sich gut an das sture Einpauken, zum Beispiel von Vokabeln, an der Schule erinnern. Sinnfreie Information behagt uns nicht, da streikt der gesunde Menschenverstand. Und die Gehirnforschung bestätigt das: Unser Gehirn ist ein vernetztes System. Inhalte, die nicht an bereits vorhandenes anknüpfen können, fallen durchs Netz. Je besser das Wissen vernetzt ist, desto besser können sich neue Informationen einprägen. Suchen Sie also nach Verknüpfungen, die Ihnen helfen, sich zum Beispiel einen Namen zu merken. Fragen Sie nach und wiederholen Sie den Namen laut. Wiederholung schützt vor Vergessen, denn je öfter Nervenschaltkreise betätigt werden, desto stabiler werden sie. Und machen Sie sich im Geiste ein Bild, das Sie mit der Person verbinden. Eselsbrücken erhöhen die Merkleistung, weil sie Informationen in einer dem Gehirn ähnlichen Struktur aufbereiten. Auch bei allen anderen Informationen, die Sie abspeichern möchten, gilt: Verschaffen Sie sich erst einmal einen Überblick: Gibt es Vergleichbares? Einen roten Faden? Dadurch regen Sie das Hirn an, nach schon vorhandenen "Speicherplätzen" zu suchen bzw. neue anzulegen und bereiten es auf die neuen Inhalte vor.

Im wahrsten Sinne begreifen

Sind Sie eher der visuelle Typ oder speichern Sie Gehörtes besser ab? Jeder von uns hat einen bevorzugten Wahrnehmungs-Kanal und was wir im wörtlichen Sinne „begreifen", prägt sich nachhaltiger ein. Es ist im Grunde sehr einfach: Wer aktiv mit seinen Sinnen beteiligt ist, behält auch mehr. Motivation, Neugier und persönliches Interesse erzeugen positive Gefühle – die wichtigste Voraussetzung für den Lernerfolg. Halten Sie sich ganz bewusst vor Augen, warum es Ihnen am Herzen liegt, bestimmte Informationen zu speichern, verpacken Sie Neues in Vertrautes und schon kann es sich besser im Gehirn verankern.

Zum Beitrag "So funktioniert unser Gedächtnis"