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GiraffeGfK: Wie entstehen Konflikte?

Konflikte ergeben sich, weil man mit einer statischen Sprache eine Welt, die sich ständig verändert, kaum erfassen kann. Statische Sprache macht Menschen zu leblosen Dingen, die man mit den Etiketten richtig, falsch, gut, schlecht, normal, unnormal versehen kann. GfK verwendet eine prozessorientierte Sprache: Beobachtungen werden „konkret bezogen auf die Zeit und den Handlungszusammenhang“ formuliert. Es ist die Sprache des Lebens. Sie ist lebendig, drückt Gefühle aus.

Menschen sind keine rationalen Wesen. Sie trennen nicht zwischen objektiver Beobachtung und subjektive Bewertung. Auch daraus entstehen viele Konflikte.

Menschen üben schnell Kritik, statt ihre Wünsche zu äußern. Wenn sie aber etwas hören, das nach Kritik klingt, ist die Reaktion oft entweder Verteidigung oder ein Gegenangriff.

Giraffensprache - Wolfssprache

Giraffensprache bezeichnet die Gewaltfreie Kommunikation. Der Gegenpol dazu ist die „Wolfssprache“ - die Lebensentfremdende Kommunikation.

Darunter versteht man Formen der Kommunikation, die Verbindungen zwischen Menschen blockieren und zur Gewalt beitragen können, zum Beispiel

  • (moralisches) Urteilen über den Kommunikationspartner (Zuschreibungen von Eigenschaften wie „gut/böse“, „gerecht/ungerecht“, „gesund/krank“), auch wenn es sich um Gefühle handelt („ich fühle mich provoziert“ → der Kommunikationspartner wird zum Provokateur). Bewertungen werden in der GFK nicht abgelehnt, sondern als hilfreich angesehen! Ich darf bewerten, aber mit Bezug auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und nicht mit Bezug auf moralische Kategorien. Konsequenterweise darf ich auch jemanden der Wolfssprache spricht, nicht moralisch verurteilen.

  • Vergleichen (kommt einer Verurteilung gleich!)

  • Verantwortung für eigene Gefühle und Handlungen leugnen („mir geht es schlecht, weil du so gemein zu mir bist.“)

  • Fordern statt Bitten. Was ist der Unterschied? Das ergibt sich aus einer Ablehnung: Die Bitte ermöglicht eine Suche nach anderen Möglichkeiten. Bei Nichtbefolgung einer Forderung drohen Sanktionen. Eine konkrete Strafe ist dabei manchmal weniger schlimm als Angst, Scham oder Schuldgefühle.

Ausschnitt aus Albrecht Dürers Grafik Der Sündenfall: Die Schlange überreicht Eva die verbotene Frucht 1504Schlummert das Böse in jedem von uns?

Wir sind keine Mörder und die allermeisten von uns neigen vermutlich nicht einmal zur Gewalt. Und doch behaupten Philosophen seit Menschengedenken: Der Keim des Bösen schlummert in jedem von uns…

Viele Mörder waren einst vollkommen unauffällige Menschen. So wie wir. Vielleicht sogar gute Menschen. Jedenfalls so lange, bis sie eine furchtbare Tat begingen. Eine Tat, die ihr Leben - und das vieler anderer - aus der Bahn geworfen hat.

WolfGewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg

Das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) wurde vom amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg (1934 - 2015) entwickelt. Ziel ist es, so miteinander umzugehen, dass eine vertrauensvolle Kommunikation und eine friedliche Konfliktlösung möglich wird. Das fängt bei der eigenen Person an. Ich stelle keine Erwartungen an mein Gegenüber, sondern bemühe mich um eine wertschätzende Haltung. Dadurch gebe ich der Kooperation und der Kreativität meiner Beziehung zum anderen Raum.

Counter Speech aktive GegenredeCounter Speech – die Kunst der Gegenrede

Die einzig wirksame Antwort auf verbale Respektlosigkeiten, auf Hate Speech ist Counter Speech. Das bedeutet sinngemäß „aktive Gegenrede“ und bezeichnet die angemessene Reaktion auf herabwürdigende verbale Angriffe, gezielt gestreute Vorurteile und Falschinformationen. Dabei sollte vor allem sachlich argumentiert werden. Humor ist jedoch erlaubt und sogar erwünscht. Allerdings darf der Gegenredner sich nicht von starken Emotionen wie Ärger und Wut dazu hinreißen lassen, selbst ausfällig oder beleidigend zu werden. Das entwertet sein eigenes Verhalten und seine Argumente.

Apicius de re coquinariaDie Römer setzen kulinarische Maßstäbe

Die alten Griechen schrieben die Rezepte nicht auf. Daher wissen wir nicht, wie sie ihre Speisen zubereiteten. Erst die Römer dokumentierten ihre Kochkünste. Leider gingen die allermeisten Abschriften verloren. Nur die Kochbücher des Apicius, der zur Zeit des Kaisers Tiberius lebte, blieben erhalten: De re coquinaria (Über die Kochkunst).

Römische Fischsoße

Das Lieblingsgewürz der Römer war eindeutig Garum, eine vergorene Fischsoße aus gepökeltem und mit Enzymen fermentiertem Fisch - in der Herstellung ganz ähnlich wie die asiatische Fischsoße.

Archestratos von Gela Kulinarisches aus der Antike - überraschend modern

Schon unsere Vorfahren in der Antike tafelten gerne und das Thema Essen ist seit jeher ein gefundenes Fressen für für Philosophen und Poeten. Die Prunksucht der Reichen und Mächtigen bei Tisch bietet bis heute so manchen Anlass für Kritik. Doch viele Empfehlungen aus den Ernährungsratgebern der Antike sind immer noch überraschend zeitgemäß.

So frisch wie möglich und der Saison gemäß

Kauft die allerbesten Zutaten so frisch wie möglich und der Saison gemäß und bereitet sie schlicht zu.“

Hochwasser Nürnberg 19091909 - der Tag, als Nürnberg in den Fluten versank

Nürnberg im Winter 1909: Wochenlang hatte es geschneit, bis zu 40 cm hoch lag der Schnee. Dann begann es zu regnen. Die Schneeschmelze setzte ein. Der Boden war gefroren. Er konnte das Wasser nicht aufnehmen. Das floss auf direktem Wege in die Pegnitz und die verwandelte sich in einen reißenden Fluss.

An den Wehren und Wasserrädern verfing sich Treibzeug und staute das Wasser zusätzlich an. Die Flutwelle baute sich langsam auf. Allerdings schnell genug, um Gegenmaßnahmen zu verhindern. Sie erreichte in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1909 ihren Höhepunkt.

Verheerende Hochwasser gab es schon früher, zum Beispiel 1595: Acht Menschen wurden damals am Henkerssteg von den Fluten mitgerissen. Doch keines erreichte den Wasserstand von 1909. Er wurde auf zahlreichen Hochwassermarken an Gebäuden entlang der Pegnitz festgehalten. Am Weinstadel zum Beispiel und am Henkerssteg.

Keltisches JahresradLichtmess – Frühlingsboten aus heidnischer Zeit

Die Tradition des Lichtmess-Tages ist tief im heidnischen Brauchtum verwurzelt. Die ursprünglichen Sitten und Gebräuche sind heute noch weit verbreitet, vor allem in den Regionen, die einst stark von der keltischen Kultur geprägt waren. Zum Beispiel in Süddeutschland.

Noch liegt die Natur im Winterschlaf, doch die Sonne geht schon früher auf - jeden neuen Tag ein ganz klein wenig. Sie ragt bereits über machen Berggipfel, der vorher im Schatten lag. Noch sind die Nächte dunkel, doch die Tage ringen ihnen mit jedem neuen Morgen mehr Licht ab. Sie werden spürbar länger...

Winter früherWar der Winter früher wirklich besser?

Wenn das Quecksilber im Winter Plusgrade zeigt und der Schnee mehr als zwei Wochen ausbleibt, werden schnell die Unkenrufe laut: Es ist doch zu warm! Früher gab es so etwas nicht. Damals waren Winter noch richtige Winter. Aber stimmt das auch? Statistisch lässt sich diese Wahrnehmung nicht belegen. Unsere Erinnerungen an die Winter von früher sind trügerisch: Wir erinnern uns an eisige Dauerfrost-Perioden und gewaltige Schneeberge. Nicht an das Schmuddelwetter.