Geschichte & Tradition

Keltisches JahresradLichtmess – Frühlingsboten aus heidnischer Zeit

Die Tradition des Lichtmess-Tages ist tief im heidnischen Brauchtum verwurzelt. Die ursprünglichen Sitten und Gebräuche sind heute noch weit verbreitet, vor allem in den Regionen, die einst stark von der keltischen Kultur geprägt waren. Zum Beispiel in Süddeutschland.

Noch liegt die Natur im Winterschlaf, doch die Sonne geht schon früher auf - jeden neuen Tag ein ganz klein wenig. Sie ragt bereits über machen Berggipfel, der vorher im Schatten lag. Noch sind die Nächte dunkel, doch die Tage ringen ihnen mit jedem neuen Morgen mehr Licht ab. Sie werden spürbar länger...

KornkreiseDänikens kunterbunte Wunderwelt

Erich von Däniken präsentiert uns immer neue, abenteuerliche Theorien über die Evolution der Menschheit. Seine kunterbunte Welt besteht aus einem kongenialen Mix aus Urwelt-Mythen und Ufologie und ist doch nur alter Wein in neuen Schläuchen: Früher waren Hexen, Feen, Elfen und Geister für Wundererscheinungen zuständig, heute sind es eben Aliens.

Die "veredelte" Menschheit...

Wir schreiben das Weltraumzeitalter. Die Menschheit träumt vom Leben auf dem Mars und Däniken heizt die überbordenden Phantasien gehörig an: Er geht davon aus, dass das Menschengeschlecht von Anbeginn an immer wieder von Außerirdischen besucht und dabei nach und nach „veredelt“ worden sei. Das ist genau genommen eine ziemlich zynische Neuauflage altbekannter Rassentheorien: Demnach merzen Aliens im Rahmen eines Ausleseverfahrens jene Missgeburten aus, die den Genpool nur verdorben hätten.

TarotWarum wir uns so gerne täuschen lassen

Kurz vor der Jahreswende werden wir mit (mehr oder weniger) tiefsinnigen Weissagungen zahlreicher beglückt. (Selbst ernannte) Hellseher, Astrologen und Propheten – sie alle haben sich dem Geschäft mit dem Übersinnlichen verschrieben. Ein Angebot mit steigender Nachfrage – besonders in Krisenzeiten. Es gibt zahlreiche Menschen, die den Botschaften der schillernden Gurus blind vertrauen und die bereit sind, sehr viel Geld dafür zu investieren. In schwierigen Zeiten haben Orakel Konjunktur. Wer die Zukunft kennt, ist seiner Zeit natürlich immer einen großen Schritt voraus.

winterHöllenspektakel und Glücksorakel - Brauchtum rund um Silvesternacht und Neujahrsfest

Kaum etwas macht die Menschen trübsinniger, als die feuchte Kälte und die zunehmende Dunkelheit der beiden letzten Monate im Jahr. Der richtige Winter mit knirschender Kälte, Frost und Schnee ist leichter zu ertragen, als der Übergang dorthin. Mit dem Winteranfang werden auch die Tage wieder heller und es wächst die Hoffnung auf ein gutes, neues Jahr. In alten Zeiten verkürzte und versüßte man sich diese Zeit mit allerlei Geschichten und Ritualen, um das Dasein erträglicher zu machten. Bevor die Natur allmählich wieder zum Leben erwachte, stand erst einmal der „Hartung“ ins Haus - der „harte Monat“ Januar.

NarrenschiffKarneval: Verzicht auf fleischliche Gelüste...

Seit dem 15. Jh. feierte man in Venedig prachtvolle Karnevalsfeste. In Deutschland ist der Brauch seit dem 17. Jh. bekannt. Der Begriff „Karneval“ geht vermutlich auf den lateinischen Ausdruck „carne levare“ bzw. das italienische „carne vale“ zurück, was so viel bedeutet wie „die Wegnahme des Fleisches“ oder „Fleisch, lebe wohl!“. Gemeint ist der Verzicht auf Fleisch im doppelten Sinne, nämlich sowohl als Speise, als auch in Form sexueller Enthaltsamkeit.

Eine andere Deutung führt Karneval auf lat. „carrus navalis“ zurück - das Narrenschiff, das bei vielen Umzügen mitgeführt wurde.

ZoiglDie katholische Kirche pflegt das Karnevals-Brauchtum seit dem Mittelalter. Bereits auf dem Konzil von Nicäa (325) war verfügt worden, dass die Christen sechs Wochen vor Ostern fasten sollen. Sie sollten damit dem 40-tägigen Aufenthalt Jesu in der Wüste gedenken. Die Auszeit von der strengen Fastenzeit wurde jedoch erst später beschlossen: Papst Gregor, der Große nahm 1091 auf dem Konzil von Benevent die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten aus und legte den Aschermittwoch als Beginn der eigentlichen Fastenzeit fest.

Fasenacht und Fastentrunk

Perchten MaskeFasenacht und Karneval - eine kurze Geschichte der närrischen Tage

Karneval, das ist der gemeinsame Oberbegriff für eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Sie finden überwiegend in den katholischen Gebieten statt und sind, je nach Region, von ganz unterschiedlichen historischen und kulturellen Elementen geprägt. Maskenfeste gehören fast überall zum Brauchtum. In vielen größeren Städten ziehen kunterbunt dekorierte Karnevalsparaden durch die Straßen.

Syrien KriegGeschichte, Theorie und Wahrheit

Geschichte prägt Kultur. Sie beeinflusst das Kollektiv, aber auch jeden Einzelnen von uns. Historische Fakten, seien sie auch wissenschaftlichen fundiert, sind jedoch nur unzulängliche Abbilder der Wirklichkeit. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Kriege und der Gewalt. Sie ist aber auch eine Geschichte der Bewusstwerdung und der geistigen Evolution. Je nachdem, welche Perspektive wir einnehmen. Tatsächlich ist beides wahr: Immer mehr Menschen kamen in den Genuss politischer Rechte. Auch wenn sich diese Entwicklungen manchmal über Jahrhunderte erstreckten und mitunter recht grausam vonstatten gingen.

Das Dilemma der Geschichtsschreibung besteht darin, dass wir das Einfache bevorzugen und das Geschriebene gerne für wahr nehmen. Es nistet sich in unseren Gehirnwindungen ein, je öfter wir es lesen oder in einem anderem Kontext bestätigt finden. Doch Wahrheiten sind immer relativ.