Aretha Franklin RespektKonflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation

Die 4 Schritte der GFK

  1. Beobachtung,

  2. Gefühl,

  3. Bedürfnis,

  4. Bitte.

     

Wenn ich a sehe, dann fühle ich b, weil ich c brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne d.“

Beobachtung beschreibt eine konkrete Handlung (oder Unterlassung), ohne sie zu bewerten oder zu interpretieren.

Beobachtung löst Gefühle aus, die körperlich spürbar sind. Sie hängen mit meinen Bedürfnissen zusammen. Zum Beispiel dem Bedürfnis nach Sicherheit, Verständnis, Kontakt oder Sinn.

Gefühle zeigen an, ob meine Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht. Für den einfühlsamen Kontakt sind Bedürfnisse sehr wichtig. Sie weisen den Weg zu einer kreativen Lösung. Einer Lösung, die für alle Beteiligten passt.

Das Bedürfnis kann ich als Bitte formulieren. Als Bitte um eine konkrete Handlung. Die Bitte soll erfüllbar sein. Ich muss also Bitte und Wunsch unterscheiden:

Bitten bezieht sich auf konkrete Handlungen im Hier und Jetzt. Wünsche sind vage und beziehen sich auf Ereignisse und Zustände in der Zukunft, zum Beispiel: „Sei respektvoll“.

Die Bitte ist leichter erfüllbar und hat somit mehr Chancen auf Erfolg. Wichtig ist auch, die Bitte positiv zu formulieren: Sage, was Du willst. Nicht, was Du nicht willst.

Grundbedürfnisse nach Rosenberg

  • Körperliches Wohlbefinden

  • Sicherheit

  • Liebe

  • Empathie

  • Kreativität

  • Geborgenheit

  • Spiel, Erholung

  • Autonomie

  • Sinn

GfK - Beispiel

Beobachtung

Du nimmst Dir keine Zeit mehr für mich, wir reden kaum noch miteinander...“

Gefühl

Ich fühle mich unglücklich…“

Bedürfnis

„…weil mir unsere gemeinsamen Gespräche sehr wichtig sind.“

Bitte

Ich möchte, dass wir wieder mehr miteinander reden.“

Der Gesprächspartner fühlt sich nicht provoziert oder angegriffen. Er kann nachfühlen, wie belastend die Situation ist und verständnisvoll darauf eingehen. Beide Partner können gemeinsam nach einer kreativen Lösung suchen.

Empathisches Zuhören

Wer diese Schritte anwendet kann leichter eine Verbindung zu seinem Gegenüber aufbauen. Sie erleichtern auch das empathische Zuhören:

Dabei filtert man aus dem, was der andere sagt, diese vier Informationen heraus. Sie sind die zentrale Botschaft einer Aussage. Ich kann das überprüfen, indem ich wiederhole, was bei mir angekommen ist:

Wenn du das beobachtest, fühlst du dann jenes, weil du das und das brauchst?“

Dadurch kann der andere Klarheit darüber gewinnen, was er möchte.