Geschichte & Tradition

Siebenschläfer

Siebenschläfer - Gummistiefelalarm oder Wonnesommer?

Auf einen viel zu düsteren Winter folgte 2021 – kein Frühling. Nahtlos ging die dunkle Zeit in Dauerregen über, Deutschland bibberte bei viel zu kalten Temperaturen. Auf Sonne warteten wir Monate lang vergeblich und dann, als sie sich endlich zeigte, versengte sie das Land wie ein Wüstenplanet. Nur um sich dann wieder klammheimlich davon zu stehlen? Macht der Siebenschläfer nun auch unsere letzte Hoffnung auf einen richtigen Sommer zunichte?

Sommersonnwendfeuer

Sommersonnwende – Sinnbild für Leben und Vergänglichkeit

Die Natur steht in voller Blüte und doch müssen wir schon wieder Abschied nehmen. Die Sonne hat ihren Höhepunkt erreicht und die Tage werden wieder kürzer. Das Licht vergeht mit jedem Tag ein wenig mehr. Die Zeit der Aussaat ist vorbei, es beginnt die Reife. Die Ernte steht an. Auch wenn es im Juli und August sicher noch einige heiße Tage gibt, werden wir uns zunehmend darüber bewusst, dass der Sommer langsam ausklingt. Kaum hat er angefangen, beginnt auch schon sein allmähliches Vergehen. Wir müssen uns innerlich wieder auf Herbst und Winter einstellen. Die alten Kulturen verstanden den Jahreslauf als Sinnbild für das Leben, seine Fruchtbarkeit und seine Vergänglichkeit.

Albrecht Dürer Porträt

Albrecht Dürer zum 550. Geburtstag: Narziss oder genialer Marketingstratege?

Wir schreiben das Jahr 1500: Deutschland hat einen neuen Superstar. Albrecht Dürer, gerade 30 Jahre alt, wird von den deutschen Schriftstellern als aufgehender Stern am Horizont der Kunst gefeiert.

Meister des Sensationsjournalismus und der Selbstinszenierung

Kunst muss gewaltig sein", so Dürer, „der Künstler gewaltzam".

Maibaum

Der Maibaum-Klau – altes Brauchtum im Wandel der Zeit

Alljährlich entbrennt in vielen Dörfern und Gemeinden ein erbitterter Wettstreit um den schönsten Maienbaum. Doch woher rührt eigentlich die uralte Tradition des Maibaum-Aufstellens? Und was hat es mit dem althergebrachten Brauch des Maibaum-Raubs auf sich?

Tradition rund um den Maibaum – Ursprünge liegen im Dunklen

Schon die alten Wikinger stellten in der Nacht zum 1. Mai einen so genannten „Thorsbaum“ auf. Einen etwa zwei Mann hohen und mit Blumen geschmückten Baum, der Stärke und Wachstum symbolisierte.

​Für 20 Pfennig Eiskonfekt - Tante Emma und das süße Glück der Kindheit

Tante Emmas Laden war ein kleines Paradies. Ihr Reichtum aus Kinderaugen unermesslich. Wertvolle Schätze türmten sich auf der Ladentheke. Riesige Gläser, bis zum Anschlag gefüllt: Saure Drops, bunte Bonbons und Liebesperlen, Eiskonfekt und hübsch dekorierte Pralinen. All die kostbaren Leckereien, die Kinderherzen höher schlagen ließen.

Beichtstuhl St Anna

Beichtstuhl-Geheimnisse - wie die Kirche Kinder zu Sündern erzog

Papst Franziskus hatte in jungen Jahren ein Erweckungserlebnis im Beichtstuhl. Später erzählte er, er habe damals gespürt, dass er Priester sein musste, und nicht mehr daran gezweifelt. Solche erhabenen Erlebnisse sind im Zusammenhang mit der Beichte wohl eher die Ausnahme. Viel häufiger kommt es vor, dass die Kinder von damals bis heute unangenehme, widersprüchliche und mitunter sogar traumatische Erinnerungen an ihre Beichtstuhl-Erfahrungen im Herzen tragen.

Apicius

Die Römer setzen kulinarische Maßstäbe

Die alten Griechen schrieben die Rezepte nicht auf. Daher wissen wir nicht, wie sie ihre Speisen zubereiteten. Erst die Römer dokumentierten ihre Kochkünste. Leider gingen die allermeisten Abschriften verloren. Nur die Kochbücher des Apicius, der zur Zeit des Kaisers Tiberius lebte, blieben erhalten:

De re coquinaria (Über die Kochkunst)

Gastronomia di Archestrato

Kulinarisches aus der Antike - überraschend modern

Schon unsere Vorfahren in der Antike tafelten gerne und das Thema Essen ist seit jeher ein gefundenes Fressen für für Philosophen und Poeten. Die Prunksucht der Reichen und Mächtigen bei Tisch bietet bis heute so manchen Anlass für Kritik. Doch viele Empfehlungen aus den Ernährungsratgebern der Antike sind immer noch überraschend zeitgemäß.

So frisch wie möglich und der Saison gemäß

Kauft die allerbesten Zutaten so frisch wie möglich und der Saison gemäß und bereitet sie schlicht zu.“

Nürnberg Karlstraße Hochwasser 1909

1909 - der Tag, als Nürnberg in den Fluten versank

Nürnberg im Winter 1909: Wochenlang hatte es geschneit, bis zu 40 cm hoch lag der Schnee. Dann begann es zu regnen. Die Schneeschmelze setzte ein. Der Boden war gefroren. Er konnte das Wasser nicht aufnehmen. Das floss auf direktem Wege in die Pegnitz und die verwandelte sich in einen reißenden Fluss.

An den Wehren und Wasserrädern verfing sich Treibzeug und staute das Wasser zusätzlich an. Die Flutwelle baute sich langsam auf. Allerdings schnell genug, um Gegenmaßnahmen zu verhindern. Sie erreichte in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1909 ihren Höhepunkt.

Diable Faucheur

Dänikens kunterbunte Wunderwelt

Erich von Däniken präsentiert uns immer neue, abenteuerliche Theorien über die Evolution der Menschheit. Seine kunterbunte Welt besteht aus einem kongenialen Mix aus Urwelt-Mythen und Ufologie und ist doch nur alter Wein in neuen Schläuchen: Früher waren Hexen, Feen, Elfen und Geister für Wundererscheinungen zuständig, heute sind es eben Aliens.

Die "veredelte" Menschheit...

Wir schreiben das Weltraumzeitalter. Die Menschheit träumt vom Leben auf dem Mars und Däniken heizt die überbordenden Phantasien gehörig an.

Tarot

Warum wir uns so gerne täuschen lassen

Kurz vor der Jahreswende werden wir mit (mehr oder weniger) tiefsinnigen Weissagungen zahlreicher beglückt. (Selbst ernannte) Hellseher, Astrologen und Propheten – sie alle haben sich dem Geschäft mit dem Übersinnlichen verschrieben. Ein Angebot mit steigender Nachfrage – besonders in Krisenzeiten. Es gibt zahlreiche Menschen, die den Botschaften der schillernden Gurus blind vertrauen und die bereit sind, sehr viel Geld dafür zu investieren. In schwierigen Zeiten haben Orakel Konjunktur. Wer die Zukunft kennt, ist seiner Zeit natürlich immer einen großen Schritt voraus.

Narrenschiff

Karneval: Verzicht auf fleischliche Gelüste...

Seit dem 15. Jh. feierte man in Venedig prachtvolle Karnevalsfeste. In Deutschland ist der Brauch seit dem 17. Jh. bekannt. Der Begriff „Karneval“ geht vermutlich auf den lateinischen Ausdruck „carne levare“ bzw. das italienische „carne vale“ zurück, was so viel bedeutet wie „die Wegnahme des Fleisches“ oder „Fleisch, lebe wohl!“. Gemeint ist der Verzicht auf Fleisch im doppelten Sinne, nämlich sowohl als Speise, als auch in Form sexueller Enthaltsamkeit.

Bierkrug

Die katholische Kirche pflegt das Karnevals-Brauchtum seit dem Mittelalter. Bereits auf dem Konzil von Nicäa (325) war verfügt worden, dass die Christen sechs Wochen vor Ostern fasten sollen. Sie sollten damit dem 40-tägigen Aufenthalt Jesu in der Wüste gedenken. Die Auszeit von der strengen Fastenzeit wurde jedoch erst später beschlossen: Papst Gregor, der Große nahm 1091 auf dem Konzil von Benevent die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten aus und legte den Aschermittwoch als Beginn der eigentlichen Fastenzeit fest.

Perchten Maske

Fasenacht und Karneval - eine kurze Geschichte der närrischen Tage

Karneval, das ist der gemeinsame Oberbegriff für eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Sie finden überwiegend in den katholischen Gebieten statt und sind, je nach Region, von ganz unterschiedlichen historischen und kulturellen Elementen geprägt. Maskenfeste gehören fast überall zum Brauchtum. In vielen größeren Städten ziehen kunterbunt dekorierte Karnevalsparaden durch die Straßen.

Krieg

Geschichte, Theorie und Wahrheit

Geschichte prägt Kultur. Sie beeinflusst das Kollektiv, aber auch jeden Einzelnen von uns. Historische Fakten, seien sie auch wissenschaftlichen fundiert, sind jedoch nur unzulängliche Abbilder der Wirklichkeit. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Kriege und der Gewalt. Sie ist aber auch eine Geschichte der Bewusstwerdung und der geistigen Evolution. Je nachdem, welche Perspektive wir einnehmen. Tatsächlich ist beides wahr: Immer mehr Menschen kamen in den Genuss politischer Rechte. Auch wenn sich diese Entwicklungen manchmal über Jahrhunderte erstreckten und mitunter recht grausam vonstatten gingen.

Winter

Höllenspektakel und Glücksorakel - Brauchtum rund um Silvesternacht und Neujahrsfest

Kaum etwas macht die Menschen trübsinniger, als die feuchte Kälte und die zunehmende Dunkelheit der beiden letzten Monate im Jahr. Der richtige Winter mit knirschender Kälte, Frost und Schnee ist leichter zu ertragen, als der Übergang dorthin. Mit dem Winteranfang werden auch die Tage wieder heller und es wächst die Hoffnung auf ein gutes, neues Jahr. In alten Zeiten verkürzte und versüßte man sich diese Zeit mit allerlei Geschichten und Ritualen, um das Dasein erträglicher zu machten. Bevor die Natur allmählich wieder zum Leben erwachte, stand erst einmal der „Hartung“ ins Haus - der „harte Monat“ Januar.

Keltisches Jahresrad

Lichtmess – Frühlingsboten aus heidnischer Zeit

Die Tradition des Lichtmess-Tages ist tief im heidnischen Brauchtum verwurzelt. Die ursprünglichen Sitten und Gebräuche sind heute noch weit verbreitet, vor allem in den Regionen, die einst stark von der keltischen Kultur geprägt waren. Zum Beispiel in Süddeutschland.

Noch liegt die Natur im Winterschlaf, doch die Sonne geht schon früher auf - jeden neuen Tag ein ganz klein wenig. Sie ragt bereits über machen Berggipfel, der vorher im Schatten lag. Noch sind die Nächte dunkel, doch die Tage ringen ihnen mit jedem neuen Morgen mehr Licht ab. Sie werden spürbar länger...