Aktuell

Loriot: Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos

Wege zum Glück - wann ist ein Leben erfüllt?

Er hatte ein erfülltes Leben,“ ist ein Spruch, den man auf beinahe jeder Beerdigung zu hören bekommt. Oft von Menschen, die über das Leben desjenigen, der gegangen ist, im Grunde nicht allzu viel wussten. Vielleicht gerade einmal so viel, dass der Betreffende finanziell abgesichert war, ein komfortables Heim hatte, eine stabile Partnerschaft, Kinder und einen respektablen Beruf. Das alles sind mit Sicherheit Dinge, die für fast alle von uns erstrebenswert sind und nach einiger Lebenserfahrung wissen wir meist auch, dass diejenigen, auf die all das zutrifft, sich tatsächlich glücklich schätzen können. Doch wie ist es mit den Betroffenen selbst?

SpaceX

Fortschritt ist nur eine Illusion

Unter Fortschritt verstehen wir ganz allgemein eine Verbesserung der Lebensumstände. Aber haben sich diese Umstände in den letzten 100 Jahren wirklich verbessert? Haben wir Menschen uns und unsere technischen und sozialen Errungenschaften tatsächlich so viel weiter entwickelt, wie es die Fortschrittsgläubigen predigen? Und: Welchen Preis bezahlen wir für diese Entwicklung?

Markus Söder

Politik für Anfänger: Die Qual der Wahl

Nach 17 Jahren Kohl in Monokultur wuchs auf politisch ausgelaugten deutschen Boden nur noch ein Kraut unverdrossen weiter: Ziehtöchterchen Angela. Die messerscharfe Sense aus der Uckermark mähte den gesamten Partei-Nachwuchs mit einigen beherzten Schlägen nieder und ist als fleischgewordene Unschärfe-Relation nach wie vor konkurrenzlos. Kritik begegnet sie mit hartnäckiger Harmlosigkeit und nachhaltiger Sozialdemokratisierung. Sogar aus den eigenen Reihen schlägt ihr daher mitunter eine zaghafte Gegenbrise entgegen, der sie in bewährter Kohl‘scher Manier begegnet: Aussitzen.

Wahlplakate

Politik für Anfänger: Heiteres Wahlplakate-Raten

Endlich ist es wieder soweit: wir dürfen eine neue Regierung wählen! Damit uns die Entscheidung nicht ganz so schwer fällt, informieren uns die Parteien vorab auf ihren wohl durchdachten Wahlplakaten darüber, wofür sie stehen und was ihnen wirklich am Herzen liegt.

Wie immer setzen sie sich dabei ungeheuer sachlich, total seriös und wahnsinnig konstruktiv mit allen Sorgen und Nöten auseinander, die uns Bürger wirklich bewegen.

Verpackungs-Müll

Aktiv gegen die Wegwerfgesellschaft

In jedem deutschen Lebensmittelgeschäft wandern täglich rund 25 Kilo Müll in die Tonne. Das ergibt insgesamt etwa 12 Millionen Tonnen jährlich. Hinzu kommen jedes Jahr mehr als 80 Kilo Essens-Abfall pro Einzelperson im Wert von ca. 230 Euro. Aber nicht nur Einzelhandel und Verbraucher verursachen tonnenweise unnötigen Müll. Ein sperriges Fremdwort macht traurige Karriere: die „geplante Obsoleszenz“.

K.K Österreich Armée, Offi Deutsch Grenadier

Vorurteile - die Deutschen und die Österreicher

Österreicher und Deutsche verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Und eine innige, manchmal schmerzliche, aber immer herzliche Hassliebe. Die Menschen der beiden benachbarten Volksstämme können sich gut leiden. Eigentlich. Aber sie konkurrieren auch seit Jahrhunderten miteinander und sie lassen dabei kaum eine Gelegenheit aus, sich gegenseitig zu necken oder gar herunter zu machen. Mitunter auch recht derb. So sind viele Deutsche überzeugt davon, dass die Österreicher schrecklich altmodisch, a bisserl langsam und vor allem sehr, sehr umständlich sind. Sie leben meistens in tiefen, dunklen Schluchten, haben lila Kühe und tragen merkwürdige Trachten.

typisch deutsch

Kuriose Klischees und verwegene Vorurteile über die Deutschen

Sind die Deutschen ausländerfeindlich?

Nein. Sie sind zu Inländern genauso unfreundlich. Der typische Deutsche ist ein notorischer Nörgler und immer auf der Suche nach dem Haar in der Suppe. Er ist blond und blauäugig, leicht unterkühlt, distanziert und ziemlich humorlos. Bier ist ein elementarer Bestandteil seiner Kultur. Dazu verzehrt der Deutsche ungeheure Mengen an Wurst, Sauerkraut und Kartoffeln. 57,4 Kilo im Jahr um genau zu sein, denn pedantisch sind wir außerdem.

Scholz Brüderchen an einem VW Käfer

Bella Italia - Urlaub anno dazumal

Mit dem deutschen Wirtschaftswunder in den 50er Jahren begann auch der Massentourismus. 1958 reisten bereits 3,5 Millionen Bundesbürger gen Süden. Die ersten Blechlawinen rollten noch über abenteuerliche Alpenpässe und schlecht ausgebaute Schotterpisten nach Bella Italia. Mit der NSU Prinz, einem Fiat 500 oder dem guten alten Käfer.

Deutsche im UrlaubWenn Deutsche reisen - immer rein in den Fettnapf!

Wir Deutschen sind seit Jahrzehnten ungeschlagene Urlaubsweltmeister. Und wir bringen gerne ungefragt unsere Sitten und Gebräuche mit ins Ferienparadies. Darin sind wir einfach unbelehrbar - mitunter sehr zum Befremden der Einheimischen. Hier eine kleine Auswahl der beliebtesten Fettnäpfe:

Spaßfeilschen

Obwohl die Türken uns Deutsche nun schon so lange kennen, sind sie immer noch ein wenig traurig darüber, dass die wenigsten von uns das Feilschen beherrschen. Dabei ist das gar nicht so schwierig.

GebrauchsanweisungWer liest schon Gebrauchsanweisungen?

Die meisten Menschen glauben zu Recht, Bedienungsanleitungen sind nur etwas für Idioten. Normalerweise sollte sich die Funktionsweise nämlich alleine dadurch erschließen, dass man das Ding lange genug anstarrt. Wenn das nicht der Fall ist, liegt es am Gerät. Der Hersteller hat versagt. Die einfachsten Dinge sind ohnehin die besten, denn das Leben ist schon hart genug. Deswegen braucht auch niemand Produkte, die es komplizierter machen. Wo ist sie also, die viel gepriesene „intuitive Benutzerführung“?

SchlafEin Loblied auf Langeweile und Langsamkeit!

Wenn uns die Langeweile übermannt, sind wir ihr manchmal quälend ausgeliefert. Wenn wir jedoch beschließen, sie absichtsvoll mit Lust zu genießen und uns gar nicht erst vornehmen, irgendetwas zuwege zu bringen, wird sie plötzlich zum kostbaren Gut. Einfach mal abhängen, Däumchen drehen und die Seele baumeln lassen. Die Arbeit ganz bewusst liegen lassen. Nur in der Sonne liegen, den blauen Himmel betrachten und die Wölkchen am Horizont vorüberziehen lassen.

Der faule Schnick, Wilhelm Busch

Mut zur Faulheit – warum wir nicht immer aktiv sein müssen

Müßiggang ist aller Laster Anfang. So oder so ähnlich lauten die Sinnsprüche, die uns in der Kindheit eingetrichtert wurden. Auch in den alten Märchen werden die Fleißigen belohnt und die Faulen bestraft. Solche Gebote setzten sich so hartnäckig in unserem Köpfen fest, dass auch heute noch der, der einfach mal eine Zeitlang müßig ist, als unnütz gilt und von der Gesellschaft schnell als „Versager“ abgestempelt wird. Deswegen arbeiten viele Menschen lieber unglaublich hart daran, der Faulheit zu entrinnen. Und wenn es nur der reine Aktionismus ist, der sie auf Trab hält.