Spinat mit Kartoffel und Ei

 

1. Es gibt keine "goldenen" Regeln

Es gibt nur jede Menge Gurus, die sich ihre teilweise vollkommen absurden Ernährungs-Regeln vergolden lassen.

 

Wir sind zwar bis ins Innerste der Atome vorgedrungen, aber über das Zusammenspiel der verschiedenen Nahrungsmittel und deren Auswirkungen auf den Menschen wissen wir immer noch herzlich wenig. Insofern kann man auch keine "absoluten" Gesetzmäßigkeiten aufstellen, denn unsere Erkenntnisse sind sehr relativ. Fett wurde zum Beispiel bis vor kurzem noch so sehr verteufelt, dass man bei jedem Butterbrot schon ein schlechtes Gewissen bekam. Heute weiß man: Fett ist lebensnotwendig - ohne Fett könnten wir viele Nährstoffe gar nicht erschließen. Auf die Zusammensetzung, die Qualität und die Menge der Fette kommt es an. Und das gilt in gleicher Weise für alle anderen Lebensmittel:

Ausschlaggebend für eine gesunde Ernährung ist die Menge und die Qualität der Lebensmittel - der Kohlenhydrate, der Fette und Proteine, der Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, sowie der Salzgehalt von Lebensmitteln in ihrer Gesamtheit.

2. Es gibt keine "verbotenen" Lebensmittel

Vegetarisch oder vegan? Böser Zucker, schlechtes Fett? Auch Kohlenhydrate sind nicht generell "schlecht" und selbst eine moderate Zufuhr von Zucker schadet dem Körper nicht und führt nicht zwangsläufig zu Übergewicht.

Absolute Dogmen, welcher Art auch immer, bringen uns nicht weiter auf dem Weg zu einer gesunden Ernährungweise. Sie bescheren uns höchstens Stress und Schuldgefühle. Kleine Sünden sind durchaus vertretbar!

Wer sich alles verbietet, erreicht meist genau das Gegenteil - das Verbotene wird dadurch nur umso attraktiver... Gönnen Sie sich also ruhig zwischendurch ein Stück Schokolade oder eine Kugel Eis, dann ist auch der Heißhunger auf Süßes wieder gestillt. 

3. Nicht zu viel und nicht zu fett...

Wir überschätzen unseren Kalorienbedarf und essen daher gerne etwas mehr, als uns gut tut. Auch wenn es sich dabei nur um 100 bis 200 Kalorien täglich handelt - die überschüssige Energie führt todsicher längerfristig zur Gewichtszunahme, wenn wir nicht - zum Beispiel durch regelmäßigen Sport - unseren Grundumsatz erhöhen.

Hauptursache der übernäßigen Kalorienzufuhr ist ein zu hoher Fettanteil in unserer Nahrung. Mindestens die Hälfte der Tageskalorienzufuhr (50 Prozent, bei Sportlern bis 60 Prozent) soll aus Kohlenhydraten stammen, ca. 15 (höchstens 20 Prozent) aus Proteinen (Eiweiß) und höchstens 30 Prozent aus Fetten. (Quelle: Dr. Kurt A. Moosburger, Facharzt für Innere Medizin, Sportarzt und Ernährungsmediziner)

4. Naturbelassene Produkte haben Vorrang

SaisonkalenderDie Ernährung sollte zu 80% aus natürlichen, unbehandelten Lebensmitteln wie frischem Obst, Gemüse und Fleisch oder Fisch bestehen. Gegen einen Anteil von etwa 20 Prozent an Fertigprodukten ist nichts einzuwenden. Unsere Ernährung sollte ausgewogen und vielfältig sein. Produkte der Saison aus der heimischen Region sind zu bevorzugen.

Qualität unbekannt

Bei Fertiggerichten ist die Herkunft der Zutaten und deren Qualität in der Regel unbekannt. Der Gehalt an lebenswichtigen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und  Ballaststoffen ist aufgrund des hohen Verarbeitungsgrads gering. Häufig ist sind nur Spuren von Obst oder Gemüse enthalten, dafür wird sehr viel Fett, Salz und Zucker oder Süßstoff wie Aspartam beigefügt.

Risiko Zusatzstoffe

Die in Fertiggerichten enthaltenen Zusatzstoffe sorgen für eine lange Haltbarkeit. Sie verstärken den Geschmack und das Aroma und färben die Lebensmittel appetitlich ein. Einige von ihnen stehen jedoch unter dem Verdacht, das Verlangen nach Essen zu verstärken und damit das Sättigungsgefühl negativ zu beeinflussen, andere beinhalten sogar Risiken für die Gesundheit. Zudem stumpft die starke Aromatisierung von Speisen den Geschmackssinn ab und lässt natürliche Lebensmittel fade erscheinen.

Leichter abnehmen

Und noch ein weiterer guter Grund, den naturbelassenen Lebensmitteln den Vorrang zu geben: Je weniger verarbeitet ein Lebensmittel ist, desto mehr Energie muss unser Körper in den Verdauungsprozess investieren. Mit anderen Worten: der Körper wendet bereits sehr viel Energie auf, um die zugeführte Nahrung zu verdauen.